Handnaht

Unsere Lederprodukte werden ausschließlich mit der Hand genäht. Die Lederey Aralf Rinshout hat sich bewusst für diese selten gewordene Handwerkstechnik entschieden. Der Grund für diesen Entschluss liegt dabei auf der "Hand". Im Vergleich mit einer Maschinennaht zeichnet sich eine Handnaht durch eine wesentlich höhere Stabilität und eine damit verbundene Langlebigkeit aus. Die Ursache liegt in den unterschiedlichen Nähtechniken begründet.

 

Eine Nähmaschinennaht hat einen Ober- und einen Unterfaden. Beim Nähen mit der Maschine bleibt der Oberfaden immer auf der Oberseite und der Unterfaden immer auf der Unterseite. Die Fäden werden lediglich zwischen den beiden Teilen des Nähgutes miteinander verschlungen. Reißen nun Ober- oder Unterfaden an einer Stelle, rutscht der Faden nach und nach aus der Naht.

 

Die Handnaht hingegen wird mit einem Faden und zwei Nadeln genäht. Da keine losen Enden vernäht werden müssen, ist diese Naht sicherer als eine Maschinennaht. Zunächst werden die Löcher mit einer Ahle vorgestochen. Beim anschließenden Nährvorgang werden die Fäden bei jedem Stich gekreuzt und in sich verknotet, sodass Ober- und Unterfaden jedes Mal wechseln. Dadurch entsteht eine extrem stabile Naht, die durch das Verknoten in jedem Stich sogar bei Abrieb des Fadens noch hält.